Conditions of Finitude — 2026/2027
Conditions of Finitude — Annual Topic Winter 2026/2027 and Summer 2027
The annual theme of the Chair of Regenerative Urbanism for the winter semester 2026/27 and the summer semester 2027 is Conditions of Finitude.
Architecture and urbanism have long been shaped by an assumption of abundance: more land, more material, more energy, more infrastructure, more growth. Under conditions of climate crisis, biodiversity loss, resource depletion, biosphere crisis, and accelerating land consumption, this premise is no longer tenable. Conditions of Finitude understands ecological, territorial limits not as restrictions, but as active parameters of design. Land, carbon budgets, water, fertile soil, material stocks, and ecological capacities are finite. At the same time, territories must accommodate new forms of living, production, mobility, food provision, biodiversity, and collective infrastructure. This requires a shift from expansion to transition, from extraction to regeneration, and from the production of isolated objects to the reorganisation of spatial relationships. Existing buildings, infrastructures, soils, landscapes, and material stocks become the primary resources of design. Finitude also demands new forms of intelligence. Computational methods, artificial intelligence, and territorial data can expand our capacity to understand complex spatial systems, but their use must remain embedded within ecological processes and collective spatial knowledge. Across different scales and formats, Conditions of Finitude explores zero land take, cohabitation, productive landscapes, circular resource systems, and territorial regeneration as interconnected dimensions of a post-extractive design agenda. The ambition is not an architecture of scarcity. It is to understand finitude as a condition for spatial invention and to design more with what already exists, to increase ecological and social capacity, and to rethink architecture beyond continuous material and territorial expansion.
Symbiotic Systems — 2025/2026
Symbiotic Systems — Annual Topic Winter 2025/2026 and Summer 2026
The annual theme of the Chair of Regenerative Urbanism for the winter semester 2025/26 and the summer semester 2026 is Symbiotic Systems. It addresses the critical design of relations and interactions among ecological, social, and technological processes. Here, cities are understood not as consumers of resources but as productive agents within ecosystems. The aim is to interlink biodiversity, water and material cycles, and social infrastructures in ways that generate new forms of resilience, diversity, and shared regeneration.
At the centre is the question of how urban spaces can themselves become symbiotic organisms: ecologically, by strengthening and connecting natural habitats; socially, by enabling neighbourhoods and commons to assume cooperative responsibility; and technologically, by using digital tools and data-informed design decisions to learn from ecological intelligences.
We pursue a design-led inquiry into how cities can anchor symbiotic systems in architecture, urban ecosystems, and infrastructure. The outcome sought is an urban realm that provides a regenerative habitat and renders the coexistence of species, people, and technologies productive.
Radical Ressources — 2024/2025
Radical Resources — Annual Topic Winter 2024/2025 and Summer 2025
The annual theme of the Chair of Regenerative Urbanism for the winter semester 2024/25 and the summer semester 2025 is Radical Resources and describes a paradigmatic approach to regenerative resource management. It aims to develop innovative and transformative spatial solutions for the use and reuse of natural and industrial resources that take into account both ecosystemic and social dynamics.
In this semester, we explore design-based circular economy and ecosystem regeneration opportunities to significantly reduce the ecological footprint of production and consumption systems. By applying principles such as regenerative design and social justice, we aim to establish an ecologically integrated use of resources.
Bedigungen der Endlichkeit — 2026/2027
Conditions of Finitude — Jahresthema Winter 2026/2027 und Sommer 2027
Das Jahresthema des Fachgebiets für Regenerativen Städtebau für das Wintersemester 2026/27 und das Sommersemester 2027 lautet Conditions of Finitude.
Architektur und Städtebau waren lange von einer Vorstellung des Überflusses geprägt: mehr Land, mehr Material, mehr Energie, mehr Infrastruktur, mehr Wachstum. Angesichts von Klimakrise, Biodiversitätsverlust, schwindenden Ressourcen, zunehmendem Druck auf die Biosphäre und anhaltendem Flächenverbrauch ist diese Vorstellung nicht länger tragfähig.
Conditions of Finitude nimmt Endlichkeit deshalb nicht als Einschränkung, sondern als Ausgangspunkt des Entwerfens. Land, CO₂-Budgets, Wasser, fruchtbare Böden, Materialbestände und ökologische Tragfähigkeiten sind begrenzt. Zugleich müssen wir Raum für neue Formen des Wohnens, Arbeitens und Produzierens schaffen, für neue Mobilitätsformen, für Ernährung, Biodiversität und gemeinschaftliche Infrastrukturen.
Daraus ergibt sich eine grundlegende Verschiebung von Expansion zur sozial-ökologischen Transformation, von Extraktion zu Regeneration und von der Herstellung einzelner Objekte hin zur Neuordnung räumlicher Beziehungen. Das Bestehende rückt ins Zentrum des Entwurfs. Gebäude, Infrastrukturen, Böden, Landschaften und vorhandene Materialbestände sind nicht länger bloß der Hintergrund zukünftiger Entwicklung, sondern deren wichtigste Ressource.
Mit der Endlichkeit unserer Ressourcen verändert sich auch die Art und Weise, wie wir Räume lesen, verstehen und entwerfen. Computergestützte Methoden, künstliche Intelligenz und Daten eröffnen neue Möglichkeiten, komplexe räumliche Zusammenhänge sichtbar zu machen und miteinander in Beziehung zu setzen. Ihr Potenzial entfaltet sich jedoch erst dann vollständig, wenn technologische Erkenntnisse mit ökologischem Wissen, lokalen Erfahrungen und kollektivem räumlichem Wissen in Verbindung gebracht werden.
Über unterschiedliche Maßstäbe und Entwurfsformate hinweg untersucht Conditions of Finitude Themen wie Netto-Null-Flächenverbrauch, Koexistenz, produktive Landschaften, zirkuläre Ressourcensysteme und territoriale Regeneration. Sie werden nicht als voneinander getrennte Aufgaben verstanden, sondern als miteinander verflochtene Dimensionen einer post-extraktiven Entwurfspraxis.
Dabei geht es nicht um eine Architektur der Knappheit. Es geht darum, Endlichkeit zur produktiven Bedingung räumlichen Entwerfens zu machen. Die zentrale Frage lautet, wie wir mit dem, was bereits vorhanden ist, mehr erreichen können. Wie sich ökologische und soziale Kapazitäten stärken, bestehende Ressourcen neu aktivieren und Räume jenseits kontinuierlicher materieller und territorialer Expansion neu denken lassen.
Symbiotische Systeme — 2025/2026
Das Jahresthema des Lehrstuhls für Regenerativen Städtebau im Wintersemester 2025/26 und Sommersemester 2026 lautet Symbiotic Systems.
Im Zentrum steht die kritische Gestaltung von Beziehungen und Wechselwirkungen zwischen ökologischen, sozialen und technologischen Prozessen. Städte werden dabei nicht als reine Verbraucher von Ressourcen verstanden, sondern als produktive Akteure innerhalb komplexer Ökosysteme. Ziel ist es, Biodiversität, Wasser- und Stoffkreisläufe sowie soziale Infrastrukturen so miteinander zu verknüpfen, dass neue Formen von Resilienz, Vielfalt und gemeinsamer Regeneration entstehen.
Eine zentrale Frage lautet, wie urbane Räume selbst zu symbiotischen Systemen werden können: ökologisch, indem natürliche Lebensräume gestärkt und miteinander verbunden werden; sozial, indem Nachbarschaften und Gemeingüter kooperative Verantwortung ermöglichen; und technologisch, indem digitale Werkzeuge und datenbasierte Entwurfsprozesse genutzt werden, um von ökologischen Formen der Intelligenz zu lernen.
Ausgehend von einem entwurfsbasierten Forschungsansatz untersuchen wir, wie symbiotische Systeme in Architektur, urbanen Ökosystemen und Infrastrukturen räumlich verankert werden können. Angestrebt wird ein urbaner Raum, der selbst zum regenerativen Lebensraum wird und das Zusammenleben von Menschen, anderen Arten und Technologien nicht nur ermöglicht, sondern produktiv miteinander in Beziehung setzt.
Radical Ressources — 2024/2025
Das Jahresthema des Fachgebiets für Regenerativen Städtebau im Wintersemester 2025/26 und Sommersemester 2026 ist Radical Resources.
Radical Resources beschreibt einen paradigmatischen Ansatz für einen regenerativen Umgang mit Ressourcen. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung innovativer und transformativer räumlicher Strategien für die Nutzung, Wiederverwendung und Rückführung natürlicher und industrieller Ressourcen. Dabei werden ökologische Kreisläufe ebenso berücksichtigt wie soziale und territoriale Dynamiken.
Im Verlauf des Semesters untersuchen wir entwurfsbasierte Ansätze der Kreislaufwirtschaft und der Regeneration von Ökosystemen mit dem Ziel, den ökologischen Fußabdruck bestehender Produktions- und Konsumsysteme deutlich zu reduzieren. Prinzipien des regenerativen Entwerfens und der sozialen Gerechtigkeit bilden dabei zentrale Bezugspunkte.
Ziel ist es, neue Formen einer ökologisch integrierten Ressourcennutzung zu entwickeln, in denen Materialien, Stoffströme, Landschaften und soziale Systeme nicht isoliert betrachtet, sondern als miteinander verbundene Bestandteile regenerativer räumlicher Prozesse verstanden werden.