Regenerative Urbanism
Regenerativer Städtebau
The Chair of Regenerative Urbanism is responsible for Teaching students of the Department of Architecture in the Architecture and Urban Design program, both at Bachelor and Master level.
At our chair we combine research and design to advance regenerative development in the region (and beyond). In our Research, we apply expert knowledge, scientific methods and strategic analysis to develop recommendations and solutions for current and future challenges.
The research focus of the professorship is a) Territorial Regeneration, b) Digital Transformation and c) Biosphere Soil. We work together on an interdisciplinary and international basis and attach great importance to the participation of various stakeholders from research, administration, practice, business and associations.
Vision and Mission
For the climate transition, building transition, mobility transition and soil transition to succeed, settlement areas must not be viewed from a purely technical urban planning perspective, which has attempted to dominate nature since the modern age. Instead, we need to understand the natural ecosystems and their dynamics as essential guard rails for the transformation of the urban-rural continuum.
The Chair of Regenerative Urbanism emphasises close cooperation between science, practice and municipalities in the sense of transdisciplinary and transformative spatial design approaches. With publications, exhibitions and research projects, we contribute to the forward-looking, regenerative development of places and cross-border regions. We work in diverse interdisciplinary co-operations and in exchange on a local, regional and international level.
Das Fachgebiet Regenerativer Städtebau verantwortet die Lehre im beiden Studiengängen Architektur und Urban Design sowohl im Bachelor, als auch im Master mit einem Schwerpunkt auf räumlicher Transformation und strategischem Entwerfen. In Lehre und Forschung verbinden wir entwerferische, analytisches und wissenschaftliche Methoden, um räumliche Strategien für eine sozial-ökologische Transformation von Städten, Regionen und Landschaften zu entwickeln.
Im Zentrum unserer Forschung stehen die räumlichen Folgen des Klimawandels, des Ressourcenverbrauchs, der Digitalisierung und des Verlusts ökologischer Funktionsfähigkeit. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Analysen, räumlicher Diagnosen und entwurfsbasierter Forschung entwickeln wir Handlungsansätze für die Transformation bestehender Siedlungs-, Infrastruktur- und Landschaftssysteme. Die Forschungsschwerpunkte des Fachgebiets liegen in den Bereichen Territoriale Regeneration, Digitale Transformation und Biosphäre Boden.
Regenerativer Städtebau verstehen wir dabei nicht als Erweiterung klassischer Nachhaltigkeitsansätze, sondern als grundlegenden Perspektivwechsel. Ziel ist nicht allein die Reduktion negativer Auswirkungen räumlicher Entwicklung, sondern die aktive Wiederherstellung und Stärkung ökologischer, sozialer und räumlicher Systeme. Städtebau wird damit zu einer Disziplin, die Landschaft, Stoffkreisläufe, Infrastrukturen und Ökosysteme als zusammenhängende räumliche Wirkungsgefüge begreift.
Vision und Mission
Die anstehenden Transformationsaufgaben in den Bereichen Klima, Bauen, Mobilität und Boden erfordern eine grundlegende Neuorientierung der räumlichen Planung. Städte und Regionen können nicht länger als technisch steuerbare Systeme verstanden werden, in denen natürliche Prozesse lediglich begrenzt, kontrolliert oder kompensiert werden. Vielmehr gilt es, die Dynamiken von Wasser, Boden, Klima, Vegetation und Biodiversität als konstitutive Bestandteile urbaner und territorialer Entwicklung anzuerkennen.
Aus dieser Perspektive betrachten wir Stadt und Land nicht als voneinander getrennte Kategorien, sondern als ein zusammenhängendes Landschafssystem im Stadt-Land-Kontinuum, das durch vielfältige ökologische, infrastrukturelle, ökonomische und gesellschaftliche Verflechtungen geprägt ist. Regenerativer Städtebau setzt daher auf die Qualifizierung bestehender Räume, die Wiederherstellung ökologischer Funktionen, die Stärkung regionaler Stoff- und Ressourcenkreisläufe sowie auf langfristig anpassungsfähige räumliche Strukturen.
Das Fachgebiet arbeitet an der Schnittstelle von Städtebau, Landschaft, Raumplanung und Transformationsforschung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf transdisziplinären und transformativen Forschungs- und Entwurfsansätzen sowie auf der engen Zusammenarbeit mit Kommunen, Planungspraxis, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Mit Publikationen, Ausstellungen, Forschungsprojekten und Entwurfsstudios entwickeln wir räumliche Strategien für eine regenerative Transformation von Quartieren, Städten, Regionen und grenzüberschreitenden Landschaftssystemen. Dabei verstehen wir regenerative Gestaltung nicht als nachgelagerten Schritt, sondern als eigenständige Form der Wissensproduktion und als Instrument, um komplexe räumliche Transformationsprozesse sichtbar, verhandelbar und steuerbar zu machen.
Unsere Arbeit ist lokal und regional verankert und zugleich international ausgerichtet. Durch interdisziplinäre Kooperationen und den Austausch mit Hochschulen, Kommunen und Praxispartnern tragen wir dazu bei, neue Perspektiven auf die langfristige Transformation urbanisierter Territorien zu entwickeln.